Kriterien

Die Projekte sollen nicht bloß „Ideen“ sein, sondern echte Handlungspläne mit „Pfiff“. Die Projekte sollen gut in der Region verankert sein (Verankerungsprinzip), Menschen zusammen bringen, die sonst nicht so ohne weiteres kooperieren (Kooperationsprinzip), nach Grundsätzen von Sparsamkeit und Effektivität gestaltet sein (Sparsamkeitsprinzip auch in ökologischer Hinsicht) und eine zumindest mittelfristige Perspektive haben (Nachhaltigkeitsprinzip).

Die Projekte sollen dem Lungau dienen und das Zusammenleben im Lungau verbessern: Die Projekte sollen den Lungau spürbar bzw. sichtbar verändern (soziale Wahrnehmbarkeit), die Menschen sollen glücklicher werden (Bruttoregionalglück), die Menschen sollen selbstbewusster in der Region sein (regionale Identifikation), die LungauerInnen sollen durch das Projekt näher zusammenrücken (soziale Kohäsion).

Die Projekte sollen Anstöße für die Welt außerhalb des Lungau geben: Die Projekte sollen etwas „aus dem Lungau heraus“ vermitteln und als Beispiele für „good practices“ dienen (Transferabilitätsprinzip); durch die Projekte sollen Gäste aufgrund eines Überraschungseffekts auf den Lungau aufmerksam werden (surprise effect); die Projekte sollen Beispiele „empowerment“ bieten (Ermächtigungsgedanke) und Potential aufweisen („Streben nach Magis“).

Die Projekte sollen auf spezifische Probleme / Schwierigkeiten / Mängel / Bedürfnisse in der Region hinweisen (Problemprinzip).

Formale Kriterien

Eine Kernfrage: Würde das Projekt ohne das Festival auch realisiert werden?

Praktische Kriterien

Ist das Projekt nach Einschätzung des Regionalbüros realistisch und machbar?

Wird das Projekt von einer breiten Basis unterstützt? Wie groß ist das Spektrum und die Vielfalt der Partner/innen?

Weist das Projekt ein gutes „Kosten-Ertrags“-Verhältnis aus, d.h. steht der finanzielle Aufwand in vertretbarer Relation zum Wirkkreis des Projekts?

Was ist in fünf Jahren realistischerweise vom Projekt noch zu sehen?

In einem Satz: Dient das Projekt längerfristig den Menschen im Lungau?

Regionale Kriterien

Verändert das Projekt das Gesicht des Lungau? (Ganzheitlichkeit, nicht nur „target oriented“, Sichtbarkeit des Projekts bzw. der Idee); damit zusammenhängend: Deckt es ein bestimmtes Bild von Regionsverständnis auf, oder mehrere?

Werden Menschen im Lungau durch das Projekt glücklicher?

Werden Menschen im Lungau durch das Projekt selbstbewusster?

Rücken Menschen im Lungau durch das Projekt näher zusammen?

Zeigen sich für Außenstehende (Juroren, Projektträger, etc.) neue Erkenntnisse jenseits bekannter Stereotype? 

In einem Satz: Wird das Projekt den Lungau gut verändern?

Festivalspezifische Kriterien

Bringt das Projekt Fähigkeiten von Menschen zum Blühen, weckt es neue Fähigkeiten? Öffnen sich für die Menschen im Lungau durch das Projekt neue Handlungsspielräume?

Trägt das Projekt zum Namen und Ruf des Lungau bei, kann das Projekt etwas „lehren“? (Image, lungauspezifisch, kann man das Projekt gut mit dem Lungau assoziieren?)

Bringt das Projekt „unübliche Verdächtige“ ein, hat das Projekt einen Überraschungseffekt?

Hat das Projekt eine in sich angelegte Dynamik des Wachstums? (etwa: Multiplikator/inn/en, Potential)

In einem Satz: Weckt das Projekt Potenziale?