Kriterien

Die Projekte sollen nicht bloß „Ideen“ sein, sondern echte Handlungspläne mit „Pfiff“. Die Projekte sollen gut in der Region verankert sein (Verankerungsprinzip), Menschen zusammen bringen, die sonst nicht so ohne weiteres kooperieren (Kooperationsprinzip), nach Grundsätzen von Sparsamkeit und Effektivität gestaltet sein (Sparsamkeitsprinzip auch in ökologischer Hinsicht) und eine zumindest mittelfristige Perspektive haben (Nachhaltigkeitsprinzip).

  1. Grundsätzlich dient Tu was, dann tut sich was. dazu, Projekte, die dem Gemeinwohl und der Gemeinschaft dienen, umzusetzen und nicht, um Geld zu verdienen. In der Regel werden daher keine Lohnkosten ersetzt; diese können freilich als Eigenleistung in ein Projekt eingebracht werden, berechnet mit einem Tu was-Stundensatz von 15 €. Projektförderungen sind auf verschiedene Weise möglich: Durch finanzielle Unterstützung und/oder durch Bekanntmachung und Bewerbung, Vermittlung von Kontakten und über den Zugang zu Netzwerken, über die die SinnStifter verfügen.
  2. Projekteinreichende müssen über eine lokale Verankerung verfügen (Einreicher/innen „von außen“, die also nicht aus der Region stammen und ein Projekt in der Region machen wollen, brauchen zumindest eine starke Verbindung zu einem lokalen Partner, mit dem das Projekt durchgeführt wird).
  3. Bevorzugt gefördert werden nichtinstitutionelle Einreichende. Tu was, dann tut sich was. will Institutionen nicht grundsätzlich ausschließen, möchte aber bevorzugt Projektideen von Menschen unterstützen, die dies nicht von Berufs wegen tun und keinen entsprechenden institutionellen / professionellen Hintergrund haben.
  4. Es werden keine Projekte gefördert, die bloß privaten Nutzen maximieren und keine starke Gemeinwohlkomponente haben – mit anderen Worten: „Gemeinwohl“-Orientierung und Engagement müssen sichtbar sein.
  5. Es werden keine Projekte über 20.000 Euro Fördermittelbedarf gefördert. Im Normalfall bewegt sich eine Förderung zwischen 500 und 10.000 Euro. 
  6. Tu was, dann tut sich was. will kein klassischer Sponsor unter vielen sein, sondern vor allem Projekte ermöglichen, die es ohne „Tu was“ nicht gäbe. Große Projekte können aber durchaus mehrere Förderer / Sponsoren haben – die zusammen das Tu was-Projekt unterstützen.
  7. „Tu was“-Projekte sollen lokalen Gegebenheiten in besonderer Weise Rechnung tragen.
  8. Projekte, die einen Überraschungseffekt haben und etwas Einzigartiges aufweisen, passen sehr gut zu den Zielsetzungen von Tu was, dann tut sich was.
  9. Einen besonderen Stellenwert haben Projekte von Schülerinnen und Schülern, sowie integrative Projekte, die Barrieren zu überwinden helfen und Gruppen zusammenbringen.
  10. Tu was, dann tut sich was. stellt keine allgemeinen Vereinsförderungen zur Verfügung und finanziert keine Studien.

Tu was, dann tut sich was versucht sich Freiräume zu bewahren: Ausnahmen sind unter besonderen Voraussetzungen möglich.